Petra Wonsowitz, 16.03.2010

Cloud Computing - attraktiv auch für die Bildung

Daten und Programme nicht auf dem eigenen Rechner zu installieren, sondern stattdessen die Ressourcen riesiger "Serverfarmen" zu nutzen, ist ein IT-Trend, der sich immer mehr durchsetzt und neben Beruf und Freizeit auch zukunftsweisend für den Bildungsbereich sein kann.

Cloud Computing (zu Deutsch etwa: "Wolkenrechensystem") lautet der Fachbegriff für eine Entwicklung, bei der simpel ausgedrückt das Internet als Computer herhalten muss: Riesige "Datenfarmen" aus vernetzten Computern stellen Rechenleistungen und Speicherplatz für Unternehmen und Anwendungen zur Verfügung und verteilen alles an die Nutzern weltweit. Möglich gemacht hat dies die moderne Breitbandtechnologie, die immer schnellere Internetanbindungen zulässt. Der Begriff "Cloud" (Wolke) steht dabei als Synonym für das Internet (Darstellung in Netzwerkdiagrammen).

Eine ausgereifte Methode

Doch die Idee des Cloud Computing ist nicht neu. Entsprechend kommentierten unsere Entwickler den im vergangenem Jahr ausgebrochenen Medien-Hype zu Cloud Computing unaufgeregt mit: "Das machen wir doch schon seit zehn Jahren!" Beste Beispiele dafür sind die Lern,- Arbeits- und Kommunikationsplattformen educanet² und lo-net² bzw. bereits die Vorgängerversionen. Und auch anderenorts wurden seit etwa Mitte der 1990er Jahre Konzepte entwickelt, bei denen Anwendungen nicht auf der Festplatte eines Computers, sondern im Netz ausgeführt werden. Der Endnutzer muss dafür nicht mehr aufwendig ein Programm via CD-ROM installieren und sich durch Seriennummern und Nutzungsbedingungen klicken, sondern kann die Anwendung einfach im Browserfenster öffnen und starten. Mittlerweile ist das Cloud Computing für viele Privatnutzer zur lieb gewonnen Gewohnheit geworden: Man kann überall mühelos per Handy, Laptop oder PC auf Programme und Daten der Cloud zugreifen. Die neue Generation der Smartphones unterstützt diese Art der mobilen Büro- und Datenkommunikation in idealer Weise.

Angebotsspektrum

Das Spektrum dessen, was man an Software-Service im Netz finden kann, ist ziemlich umfangreich. Es erstreckt sich von Karten-Tools (etwa Google-Maps), Tabellenkalkulations- und Textverarbeitungsprogrammen (beispielsweise Microsoft Office) sowie Tools für Web-Konferenzen (zum Beispiel Adobe ConnectNow) über Anwendungen für die Online-Bildbearbeitung (etwa Splashup) bis hin zur umfangreichen CRM-Datenbank zur Verwaltung von Kundendaten. Als Schnittstelle fungiert dabei in den meisten Fällen noch der Webbrowser. Die Rechenoperationen laufen jedoch nicht am eigenen Gerät ab, sondern diese Arbeit übernimmt die externe Hardware in der Wolke. Ein weiterer Vorteil der Cloud-Angebote: Viele Tools sind kostenfrei. Zwar bieten sie in der Regel nicht den gleichen Funktionsumfang wie die für den professionellen Gebrauch ausgestatteten Kauf-Angebote, aber für die einfache Bearbeitung von Texten, Präsentationen oder Bildern sind sie durchaus ausreichend.

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Weiterführende Links
An dieser Stelle bieten wir Ihnen einige Linktipps zu Basisinformationen und Beispielen cloud-basierter Anwendungen.

 
 
 
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